Der Hashimoto-Selbsttest:
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Es gibt ein Thema, das bei Hashimoto im normalen Arztgespräch so gut wie nie auftaucht, aber in der Praxis fast immer eine Rolle spielt: chronisch stille Entzündungen, in der Fachsprache auch Low-grade Inflammation genannt.
Wenn die meisten Menschen an Entzündung denken, denken sie an etwas Offensichtliches. An eine entzündete Wunde oder einen geschwollenen Finger. Rot, warm, geschwollen, schmerzhaft. Das klassische Lehrbuch-Bild.
Genau diese offensichtliche Entzündung ist aber nicht das Problem bei Hashimoto. Das Problem ist eine viel weniger offensichtliche Entzündung. Eine, die man nicht direkt spürt, die aber unterschwellig dauerhaft für Beschwerden sorgt.
Statt eines lodernden Brandes lässt sich eine stille Entzündung eher mit einer dauerhaften geringen Rauchentwicklung vergleichen, ohne große Flamme. Es ist eine permanent niedrig brodelnde Aktivierung des Immunsystems, bei der bestimmte Entzündungsbotenstoffe, die sogenannten Zytokine, chronisch leicht erhöht sind.
Und genau das ist das Tückische: Weil das Niveau dieser Entzündung niedrig bleibt, merkt man im Alltag oft nichts direkt davon. Keine Rötungen, kein Schmerz, keine Schwellung. Stattdessen fühlt es sich einfach nur nicht gut an. Erschöpft. Nicht klar im Kopf. Antriebslos. Empfindlich. Mit einem diffusen Krankheitsgefühl, das sich schwer greifen lässt.
Hier wird es besonders spannend, weil dieser Punkt in keinem Arztgespräch besprochen wird. Hashimoto und stille Entzündung treiben sich gegenseitig an.
Eine Autoimmunerkrankung ist per Definition eine chronisch entzündliche Erkrankung. Das Immunsystem produziert dauerhaft Antikörper gegen das eigene Schilddrüsengewebe. Jedes Mal, wenn diese Antikörper auf Schilddrüsenzellen treffen, läuft ein kleines Entzündungsereignis ab.
Bei Hashimoto passiert das ständig, oft über Jahre. Das Ergebnis ist genau diese permanente Hintergrundentzündung. Auch dann, wenn der TSH-Wert „gut eingestellt" ist.
Die erhöhten Zytokine blockieren die Umwandlung von fT4 zu fT3 und steuern stattdessen die Produktion von reversem T3 (rT3), also der stoffwechselblockierenden Form.
Gleichzeitig machen diese Zytokine die Zellrezeptoren für Schilddrüsenhormone unempfindlicher. Es sind also vielleicht genug Hormone da, aber sie kommen nicht richtig in der Zelle an.
Und das vielleicht Wichtigste: Diese Zytokine sind selbst direkt verantwortlich für viele „Hashimoto-Symptome", die meist nur der Schilddrüse zugeschrieben werden. Das diffuse Krankheitsgefühl, die Erschöpfung, der Brain Fog, die Stimmungstiefs, die diffusen Gelenkschmerzen.
Solange die stille Entzündung weiterläuft, wird auch eine perfekt eingestellte Schilddrüse oft nicht das gewünschte Wohlbefinden bringen.
In meinen Coachings sehe ich immer wieder dieselben Quellen, und meistens kommen mehrere zusammen:
Selten ist es nur ein einziger Faktor. Meistens ist es ein Zusammenspiel mehrerer Punkte, die sich gegenseitig verstärken und so die Entzündung am Laufen halten.
Wer seine stille Entzündung sichtbar machen möchte, kann mit einem Blick ins Blutbild anfangen. Aber Achtung: Ein einzelner Wert reicht meistens nicht. Stille Entzündungen sind tückisch und können sich vor einem einzelnen Marker durchaus verstecken.
Zwei Werte sind ein guter Einstieg:
Das normale CRP, das auf fast jedem Standard-Laborbefund auftaucht, zeigt akute Entzündungen. Für stille Entzündungen wird die hochsensitive Variante benötigt: das hsCRP. Der funktionelle Optimalbereich liegt unter 0,5 mg/L.
Wichtig: Beim Arzt oder bei der Selbstzahlerleistung explizit „hochsensitives CRP" angeben, sonst kommt der normale Wert zurück.
Ferritin ist vielen als Eisen-Speicherwert bekannt. Was kaum jemand weiß: Ferritin reagiert sehr sensibel auf das, was im Körper gerade los ist, und kann sich gerade bei Entzündungen sehr trügerisch verhalten.
Ein hohes Ferritin wird oft als „gute Eisenversorgung" gelesen. In Wahrheit ist Ferritin gleichzeitig ein sogenanntes Akute-Phase-Protein. Das heißt, der Wert steigt automatisch an, wenn im Hintergrund eine Entzündung läuft. Ein hohes Ferritin kann also entweder gute, volle Eisenspeicher anzeigen oder einfach nur Entzündung im System widerspiegeln. Genau deshalb ist der CRP-Wert für eine realistische Einschätzung umso wichtiger: Ist auch dieser erhöht, liegt klar eine Entzündung vor.
Ein niedriges Ferritin ist klassisch der Marker für Eisenmangel. Aber auch hier ist die Geschichte oft komplexer. Bei chronischer Entzündung schüttet der Körper vermehrt Hepcidin aus, ein Hormon, das die Eisenaufnahme im Darm aktiv blockiert und Eisen in den Zellen festhält.
Evolutionär ist das ein Schutzmechanismus, denn freies Eisen wirkt im Körper pro-oxidativ. Das heißt: Es befeuert Entzündungen und Zellschäden zusätzlich. Der Körper schützt sich also bewusst davor, in entzündlichen Phasen zu viel Eisen aufzunehmen. Wer in diesem Zustand einfach klassisch mit Eisentabletten arbeitet, sieht oft kaum Veränderung, weil der Körper das Eisen schlicht nicht aufnehmen will, solange die Entzündung weiterläuft.
Es gibt noch andere Werte, die vielleicht aus anderen Gründen schon einmal gemessen wurden und die ebenfalls anzeigen, dass im Hintergrund eine Entzündung läuft. Diese drei werden in meinen Coachings fast immer mit eingebunden:
Homocystein ist ein Aminosäure-Stoffwechselprodukt, das eng mit Methylierung, B12-Versorgung und Folsäure zusammenhängt. Methylierungsstörungen und stille Entzündungen gehen fast immer Hand in Hand. Je höher das Homocystein, desto mehr Stress im System.
Viele Frauen mit Hashimoto haben eine relative oder absolute Östrogendominanz. Was viele nicht wissen: Östrogen wirkt selbst proentzündlich, wenn es zu hoch ist oder schlecht verstoffwechselt wird. Eine Östrogendominanz ist im Grunde immer auch ein Entzündungs-Signal.
Sichtbar vor allem im Nüchterninsulin oder im HOMA-Index. Insulinresistenz und stille Entzündung treiben sich gegenseitig hoch. Auch deshalb lohnt sich der Blick auf den Blutzuckerstoffwechsel, selbst wenn der Nüchternblutzucker noch im Normbereich liegt.
Wer es noch genauer wissen möchte, kann zusätzlich Werte wie Interleukine (vor allem IL-6), TNF-alpha, RANTES (interessant bei Verdacht auf Zahnherde, die ebenfalls Entzündungen triggern können), Histamin und DAO oder Marker für oxidativen Stress messen lassen. Sie zeigen oft noch besser, was die Standardmarker nicht abbilden können.
Wer mit Hashimoto trotz „gut eingestellter" Schilddrüsenwerte weiterhin Erschöpfung, Brain Fog, Stimmungstiefs oder ein diffuses Krankheitsgefühl spürt, sollte unbedingt einen Blick auf die stille Entzündung werfen.
Sie ist der unsichtbare Gegenspieler, der vieles erklärt, was sich allein über die Schilddrüsenwerte nicht erklären lässt. Und sie ist gleichzeitig der Hebel, an dem sich oft am meisten verändern lässt, sobald die Quellen identifiziert und angegangen werden.
Die Schilddrüse ist selten der ganze Schauplatz. 💛
Eine stille Entzündung, fachlich Low-grade Inflammation genannt, ist eine niedrig brodelnde Aktivierung des Immunsystems, bei der Entzündungsbotenstoffe wie Zytokine chronisch leicht erhöht sind. Anders als eine akute Entzündung zeigt sie keine klassischen Symptome wie Rötung, Schwellung oder Schmerz, sondern äußert sich durch diffuse Beschwerden wie Erschöpfung, Brain Fog, Antriebslosigkeit oder ein anhaltendes Krankheitsgefühl.
Hashimoto ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung und triggert dadurch selbst eine stille Entzündung im Körper. Gleichzeitig verstärkt die stille Entzündung Hashimoto, weil die erhöhten Zytokine die Umwandlung von fT4 zu fT3 blockieren, vermehrt rT3 entstehen lassen und die Zellrezeptoren für Schilddrüsenhormone unempfindlicher machen. Es entsteht ein Teufelskreis, der viele typische Hashimoto-Symptome erklärt.
Ein guter Einstieg sind hsCRP (hochsensitives CRP) und Ferritin. hsCRP zeigt im Gegensatz zum normalen CRP auch niedriggradige Entzündungen an. Ferritin reagiert als Akute-Phase-Protein ebenfalls auf Entzündungen. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf Homocystein, Östrogen, Nüchterninsulin und den HOMA-Index. Wer es noch genauer wissen möchte, kann zusätzlich Interleukine wie IL-6, TNF-alpha oder Marker für oxidativen Stress messen lassen.
Ein hoher Ferritinwert wird oft als gute Eisenversorgung interpretiert. Das ist aber nicht immer der Fall. Ferritin ist gleichzeitig ein Akute-Phase-Protein, das automatisch ansteigt, wenn im Körper eine Entzündung läuft. Ein hohes Ferritin kann deshalb auch ein Hinweis auf eine stille Entzündung sein. Um beide Möglichkeiten zu unterscheiden, sollte parallel das hsCRP bestimmt werden.
Eine häufige Ursache ist eine stille Entzündung im Hintergrund. Die erhöhten Zytokine blockieren die Umwandlung von fT4 zu fT3, fördern stattdessen die Bildung von reversem T3 und machen die Zellrezeptoren unempfindlicher gegenüber Schilddrüsenhormonen. Das Ergebnis: Die Werte sehen im Labor gut aus, aber die Hormone kommen nicht dort an, wo sie wirken sollen.
Zu den häufigsten Treibern gehören Darmschäden wie Leaky Gut, viszerales Bauchfett, chronischer Stress, Schlafmangel, stark verarbeitetes Industrieessen mit hohem Linolsäureanteil, Umweltgifte, chronische latente Infektionen wie EBV und unerkannte Lebensmittelunverträglichkeiten. In der Praxis kommen meistens mehrere dieser Faktoren zusammen.
Das normale CRP, das auf den meisten Standard-Laborbefunden steht, ist auf akute Entzündungen ausgelegt und zeigt erst deutlich erhöhte Werte. Das hsCRP (hochsensitives CRP) misst viel feiner und macht auch niedriggradige, stille Entzündungen sichtbar. Der funktionelle Optimalbereich liegt unter 0,5 mg/L. Beim Arzt sollte explizit „hochsensitives CRP" angegeben werden, sonst kommt der normale Wert zurück.
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