URSACHE
Der Hashimoto-Selbsttest:
Finde in wenigen Minuten heraus, welche Trigger für den Ausbruch deiner Hashimoto-Erkrankung zuständig sind.
Hol dir jetzt den Selbstcheck sofort per E-Mail:
Bei Hashimoto fragen alle immer: „Wie kann ich meine Schilddrüse unterstützen?“ Verständlich. Sie steht ja auch auf fast jedem Arztbrief im Mittelpunkt.
Unser Fokus bei Ciao Hashi liegt allerdings grundsätzlich zunächst woanders, denn die Schilddrüse ist bei Hashimoto letztlich nur das Opfer des Autoimmunangriffs.
Um an die Wurzel zu gelangen, müssen wir tiefer im System ansetzen. Das sehen wir auch in unseren Coachings immer wieder:
Die großen Hebel liegen meistens etwas versteckter.
Im Immunsystem.
Im Darm.
Und sehr häufig in der Leber.
Die Leber sitzt im rechten Oberbauch, direkt unter den Rippen und ist das zentrale Stoffwechsel-Labor des Körpers.
Alles, was man isst, supplementiert, trinkt, einatmet oder an Hormonen produziert wird, wird hier geprüft, umgebaut und weiterverarbeitet.
Man kann sich die Leber wie ein riesiges biochemisches Kraftwerk vorstellen, das rund um die Uhr arbeitet.
Sie
Ein großes Problem bei Hashimoto ist, dass ganz häufig ein Mangel an aktiven Schilddrüsenhormonen im Körper vorliegt. Dadurch ist nicht nur der ganze Stoffwechsel verschlechtert – auch die Leistung der Leber nimmt ab. Es ist, als sei alles im Energiesparmodus.
Und wenn die Leber dadurch (und zusätzlich durch verschiedene Umwelteinflüsse) überlastet ist, kann das Symptome wie Erschöpfung, Schweregefühl und hormonelle Dysbalancen auslösen bzw. verschlimmern.
Das Tückische:
Die Leber tut normalerweise nicht weh. Sie meldet sich selten mit klaren Signalen, wenn etwas nicht stimmt.
Stattdessen zeigt es sich subtil: anhaltende Müdigkeit, Schweregefühl nach dem Essen, verminderte Belastbarkeit.
Deshalb sagt man auch: Die Müdigkeit ist der Schmerz der Leber.
Daher schauen wir im Hashimoto-Coaching nicht (nur) auf die klassischen Leberwerte wie AST, ALT oder GGT. Diese sind häufig noch sehr lange unauffällig, obwohl die Leber bereits am Kämpfen ist.
Wir fragen stattdessen z.B. ab:
Wie gut verträgst du Fette?
Gibt es Völlegefühl nach bestimmten Mahlzeiten?
Hast du einen Fettstuhl? Ist er sehr hell?
Wir schauen bei Bedarf auch auf indirekte Marker wie:
Triglyceride
Nüchterninsulin
Harnsäure
Cholesterinmuster
Symptome einer Östrogendominanz
Denn Östrogene werden über die Leber abgebaut – und über die Galle in den Darm ausgeschieden. Wenn das nicht richtig klappt, entsteht oft ein Stau.
Die Galle ist eine gelblich-grüne Flüssigkeit, die in der Leber gebildet wird.
Sie wird in der Gallenblase gespeichert und immer dann ausgeschüttet, wenn du etwas Fettiges isst.
Wer keine Gallenblase mehr hat, produziert trotzdem noch Galle. Diese kann aber nicht mehr gespeichert werden, sondern wird sozusagen kontinuierlich ausgeschüttet.
Die Hauptaufgabe der Galle ist es, Fette zu zerlegen und so vorzubereiten, dass der Körper sie überhaupt verarbeiten kann. Ohne Galle können selbst gesunde Fette nicht richtig verwertet werden.
Aber sie kann noch mehr:
Über die Galle werden auch bestimmte Stoffe ausgeschieden, die die Leber loswerden möchte – zum Beispiel überschüssiges Cholesterin oder Hormone.
Man kann sagen:
Die Leber erledigt die Umbauarbeit.
Die Galle sorgt dafür, dass das, was gehen soll, den Körper wirklich verlässt.
Und genau deshalb gehört beides zusammen.
Und Stau im System bedeutet Belastung. Stoffe, die eigentlich raus sollten, akkumulieren sich und sorgen dafür, dass die Leber mit der Zeit immer mehr gefordert wird – bis sie eines Tages überlastet ist und nicht mehr richtig hinterherkommt.
Eine der relevantesten Folgen bei Hashimoto:
Wenn die Leber die Schilddrüsenhormone nicht mehr gut in ihre aktive Form umwandelt, wird der Stoffwechsel träger. Ein langsamer Stoffwechsel wiederum reduziert auch die Leistung der Leber. Wenn die Leber schlechter arbeitet, verschlechtert sich erneut die Hormonumwandlung – ein Kreislauf, der sich selbst immer weiter verstärkt.
Die Leber benötigt Aminosäuren, um Stoffwechselprodukte umzubauen und unschädlich zu machen. Besonders für die sogenannte Phase-2-Entgiftung sind Aminosäuren wie Glycin, Cystein oder Taurin entscheidend. Zu wenig Protein kann diese Prozesse ausbremsen. Ich empfehle als Faustregel 1,5g Protein pro kg Körpergewicht.
Cholin hilft der Leber, Fette korrekt zu verpacken und abzutransportieren. Fehlt Cholin, kann sich Fett leichter in der Leber einlagern. Rinderleber sowie Eier sind eine der besten natürlichen Quellen. Wenn du dich sehr pflanzenbetont oder gar vegan ernährst, kann eine Cholin-Zufuhr über ein Supplement eine sinnvolle Maßnahme sein.
Zwischen den Mahlzeiten kann sich der Stoffwechsel stabilisieren. Dauer-Snacking hält Insulin permanent erhöht – das begünstigt Fetteinlagerung in der Leber. Kleine Essfenster oder bewusste Pausen geben der Leber Zeit, aufzuräumen.
Nicht nur Süßigkeiten, sondern vor allem auch Fruchtzucker in größeren Mengen belastet die Leber. Fruktose wird nahezu ausschließlich dort verstoffwechselt. Gerade Fruchtsäfte oder Obst-Smoothies liefern viel Fruktose. Das kann die Entstehung einer Fettleber sowie von Insulinresistenz fördern – übrigens auch bei normalem Körpergewicht.
Die Leber verarbeitet nicht nur Stoffwechselprodukte, sondern auch viele Stoffe, mit denen wir täglich in Kontakt kommen – aus Kosmetik, Parfum, Reinigungsmittel oder beschichtete Küchenutensilien.
Weichmacher, Duftstoffe oder bestimmte Beschichtungen müssen metabolisiert und ausgeschieden werden. Je mehr davon im Alltag zusammenkommt, desto mehr Arbeit hat die Leber.
Schon kleine Schritte können entlasten:
Naturkosmetik wählen
Natürliche Waschmittel, keine Weichspüler
Bewusste Auswahl bei den Spülmaschinentabs
Synthetische Duftstoffe reduzieren
Glas statt Plastik verwenden
Pfannen ohne problematische Beschichtungen wie Teflon nutzen
Flüssigkeit unterstützt die Durchblutung und erleichtert die Ausscheidung wasserlöslicher Stoffe über die Niere. Die Leber arbeitet zwar im Hintergrund, ist aber auf einen guten Gesamtstoffwechsel angewiesen. Wichtig: Ich rate davon ab, ungefiltertes Leitungswasser zu trinken, da dieses häufig vielfach belastet ist. Und wir allein durch geringe Belastungen, die sich aber täglich akkumulieren, eine relevante Menge an Schadstoffen in den Körper bringen.
Ein klassischer Leberwickel mit feuchter Wärme im rechten Oberbauch kann die Durchblutung fördern und parasympathische Aktivität unterstützen. Viele Frauen berichten von einer tiefen Entspannung und besserer Verdauung danach. Gerade abends kann das ein schönes Ritual sein, um dem Körper ein Signal von Sicherheit und Regeneration zu geben.
Rucola, Chicorée, Radicchio oder Löwenzahn regen die Gallenproduktion an. Das unterstützt den Abflussweg der Leber. In unserer modernen Ernährung fehlt der bittere Geschmack fast vollständig – dabei ist er ein unglaublich wichtiges Signal fürs Verdauungssystem.
Der effektivste Hauptwirkstoff der Mariendistel heißt Silymarin. Er gehört zu den am besten untersuchten pflanzlichen Stoffen zum Support der Lebergesundheit.
Silymarin wirkt auf mehreren Ebenen:
Stabilisiert die Zellmembran der Leberzellen und schützt sie vor toxischen Substanzen
Wirkt stark antioxidativ und reduziert oxidativen Stress in den Hepatozyten
Fördert die Regeneration von Leberzellen durch Aktivierung der Proteinsynthese
Unterstützt den Gallenfluss und damit auch den Abtransport von Stoffwechselprodukten
In Studien wurde gezeigt, dass Silymarin bei verschiedenen Formen von Leberbelastung hilfreich sein kann, z. B. bei Fettleber, toxischer Belastung, Medikamentenstress oder erhöhten Leberwerten.
Wichtig ist die Qualität des Extrakts. Standardisierte Extrakte mit einem hohen Silymaringehalt (meist ca. 70–80 %) sind deutlich wirksamer als einfache Pulver aus der Pflanze.
Typische Dosierungen liegen im Bereich von 200–400 mg Silymarin pro Tag, aufgeteilt auf mehrere Einnahmen.
Mariendistel kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn die Leber über Ernährung, Bitterstoffe und einen gesunden Lebensstil zusätzlich unterstützt werden soll.
Die Schilddrüse steht zwar im Fokus der Diagnose, doch sie arbeitet in einem großen Netzwerk aus Immunsystem, Darm, Leber, Hormonen und Stoffwechsel. Wenn an einer dieser Stellen dauerhaft Reibung entsteht, wirkt sich das früher oder später auch auf die Schilddrüsenfunktion aus.
Die Leber spielt in diesem Netzwerk eine zentrale Rolle. Sie entscheidet mit darüber, wie gut Hormone aktiviert werden, wie effizient Stoffwechselprodukte ausgeschieden werden und wie stabil das hormonelle Gleichgewicht im Körper bleibt.
Wer bei Hashimoto langfristig mehr Energie, eine bessere Stoffwechsellage und stabilere Hormonwerte erreichen möchte, kommt deshalb kaum daran vorbei, auch die Leber mitzudenken.
Die gute Nachricht ist:
Die Leber gehört zu den regenerationsfähigsten Organen des Körpers. Sie besitzt eine enorme Fähigkeit zur Anpassung und Erholung, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Oft sind es keine radikalen Maßnahmen, sondern viele kleine Stellschrauben im Alltag, die über die Zeit einen spürbaren Unterschied machen können.
Wenn du deine Gesundheit ganzheitlich und mit einem klar strukturierten, auf dich zugeschnittenen Plan angehen möchtest und bereit bist, tiefer zu schauen als nur auf einzelne Symptome, dann begleiten wir von Ciao Hashi dich gerne auf diesem Weg.
In unserem Hashimoto-Coaching arbeiten wir genau an diesen Zusammenhängen im Körper. Wir schauen nicht nur auf die Schilddrüse, sondern auf das gesamte System dahinter: Immunsystem, Darm, Leber, Stoffwechsel, Nährstoffe, hormonelle Balance, Ernährung, Stressmanagement, Mindset und Arbeit mit dem Unterbewusstsein.
Zu unserem Expertenteam gehört eine ganzheitlich arbeitende Ärztin mit Schwerpunkt funktionelle Medizin sowie weitere Coaches aus verschiedenen Bereichen der Gesundheit.
Gemeinsam analysieren wir mögliche Ursachen deiner Erkrankung, erkennen die Zusammenhänge in deinem Körper und entwickeln konkrete Schritte, die dich langfristig weiterbringen.
Unter diesem Link findest du alle Infos zu unserem Coaching und kannst dich auf einen Platz bewerben.
Die Leber spielt eine zentrale Rolle bei Hashimoto, da sie Schilddrüsenhormone in ihre aktive Form umwandelt, Hormone abbaut und Stoffwechselprozesse reguliert. Ist sie überlastet, kann sich das direkt auf Energielevel, Stoffwechsel und Hormonbalance auswirken.
Ja. Eine überlastete Leber kann dazu führen, dass weniger aktive Schilddrüsenhormone zur Verfügung stehen. Das kann Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme oder hormonelle Dysbalancen verstärken.
Typische Anzeichen sind:
anhaltende Müdigkeit
Völlegefühl nach dem Essen
schlechte Fettverträglichkeit
hormonelle Beschwerden
verminderte Belastbarkeit
Klassische Leberwerte wie AST, ALT oder GGT steigen oft erst spät an. Die Leber kann lange kompensieren, sodass funktionelle Einschränkungen bereits bestehen, bevor sie im Blut sichtbar werden.
Die Galle hilft dabei, Fette zu verdauen und Stoffwechselprodukte sowie Hormone auszuscheiden. Wenn der Gallefluss gestört ist, kann es zu einem „Stau“ kommen, der die Leber zusätzlich belastet.
Wichtige Maßnahmen sind:
ausreichend Protein aufnehmen
Bitterstoffe integrieren
Zucker und Fruktose reduzieren
Umweltgifte minimieren
Esspausen einhalten
ausreichend Wasser trinken
Mariendistel (Silymarin) kann die Leberzellen schützen, die Regeneration fördern und den Gallenfluss unterstützen. Sie wird häufig als natürliche Unterstützung bei Leberbelastung eingesetzt.
Hashimoto ist eine systemische Autoimmunerkrankung. Die Schilddrüse ist oft betroffen, aber nicht die Ursache. Faktoren wie Darm, Immunsystem und Leber spielen eine entscheidende Rolle für den Verlauf.